Unsere Geschichte, Ziegenausbildung

Ziegenyoga

Warum die Yogasession nicht mal auf die Ziegenweide verlegen? Für Unterhaltung ist so auf jeden Fall gesorgt. Ziegen reagieren sehr positiv auf die ruhige Energie und legen sich meistens gerne mit auf die Matte.

Unsere Geschichte

Baby-Ziegen

Pfauenziegen-Böckli Chico und Walliser Grüenochten-Böckli Elvis sind eingezogen. Jetzt geht die Post ab…. 😉

Sonstiges, Ziegenausbildung

Wollo spielt Fussball

Seit Zoro nicht mehr da ist, ist es meinen Ziegen furchtbar langweilig. Für Nina ist es nichts Neues, dass Familienmitglieder kommen und gehen. Sie ist eine meiner ersten Ziegen und hat in ihren 14 Jahren Leben schon so einiges gesehen.

Wollo hat seinen besten Kumpel und Spielkameraden verloren. Spielen und kämpfen ist wichtig für Ziegen, ein Grundbedürfnis sozusagen. Da das Rangordnungsgefäll zwischen den beiden aber zu gross ist, können sie nicht ebenbürdig miteinander spielen.

Deshalb habe ich Wollo einen Gymnastikball gekauft. Er fand das Ding anfangs einfach nur furchteinflössend und hat jedes Mal das Weite gesucht, wenn es sich bewegte. Mit Geduld und positiver Verstärkung konnte ich ihn aber bald davon überzeugen, den schrecklichen Gegenstand zu berühren und sogar selbst zu bewegen. Innerhalb etwa einer Woche hat er gelernt, dass man damit spielen kann.

Und jetzt LIEBT Wollo seinen Ball!! Er springt über die ganze Wiese, wenn man schon nur Richtung Ball geht und wartet jeden Morgen voller Freude darauf, dass jemand mit ihm Fussball spielt. Diese Ziege ist einfach der Hammer. Insbesondere wenn man daran denkt, was vor nicht mal einem Jahr mit seinem Bein passiert ist.

Sonstiges, Unsere Geschichte

Abschied von Zoro

Leider muss ich Zoro im Herbst 2018 völlig unerwartet gehen lassen. Er ist scheinbar kerngesund, als er plötzlich schwere Bauchkrämpfe bekommt.

Als er aufhört zu fressen, starke Schmerzen hat und die tierärztliche Behandlung nicht anschlägt, bringen wir in ins Tierspital Bern. Die Prognose nach der Untersuchung ist niederschmetternd: Harnsteine und bereits eine Entzündung im Bauchraum aufgrund des ausgetretenen Harnstoffes. Die Chancen in seinem Zustand noch eine Operation zu überleben sind laut Tierärtzin äusserst gering… Ein Blick in seine Augen sagt mir, dass es besser ist, ihm die Schmerzen zu ersparen.

Zoro, du fehlst.

Das wunderbare Bild hat Tabitha Roth gemacht.

Unsere Geschichte, Ziegenausbildung, Ziegenwandern

Trekkingziegen in Ausbildung

Unsere grossen und kleinen Abenteuer der letzten beiden Jahre in einem Video. Das meiste ist mit dem Handy gefilmt. Zeigt aber trotzdem ganz schön, was wir alles erlebt haben.

In den ersten Lebensmonaten trainiere ich mit den zwei Jungs vor allem eines: Die Beziehung. Oft sitze ich stundenlang bei ihnen, kraule sie, spiele mit ihnen.

Schon früh nehme ich die zwei Jungs überall hin mit. Sie kommen auf kleine Spaziergänge mit und lernen so die Welt kennen. Sobald sie ein bisschen zu neugierig werden, lernen sie an der Leine zu laufen. Wir machen auch bald die ersten Ausflüge mit ihnen. Autofahren ist bald kein Problem mehr und sie verstehen auch, dass es beim Wandern eben ums Laufen geht.

Als das Wetter im Herbst unangenehmer wird, beschränken wir die Spaziergänge auf kleinere Runden in der Umgebung des Stalles. Wie gross die zwei Buben schon geworden sind! Unterdessen kann ich auch Nina mitnehmen. Ich bin zwar stets der schlichtende Pol, aber alle drei sind unterdessen so gut erzogen, dass sie wissen, dass sie einander beim Spazierengehen nicht verhauen dürfen. Meistens klappt es. Das macht mich schon ein bisschen stolz.

Pfauenziegen haben ein ausgeprägtes Temperament. Nina hat es noch nie an Kampfwille gefehlt. Und die zwei Jungspunde lernen nun langsam, was es heisst, sich als Ziege zu behaupten. Zoro ist das Baby, er muss zuerst noch unten durch. Aber auch er wird seinen Platz finden. Bis dahin achten wir darauf, ihm genügend stressfreie Phasen im Tag zu bieten und mit ihm das Vertrauen aufzubauen, dass er in unserer Nähe sicher ist.

Langsam übe ich mit den beiden die ersten Tricks und damit spielerisch was es heisst „zu lernen“. Sie lernen meine Stimmkommandos deuten und verstehen wann es Belohnung gibt und wann nicht. Ich arbeite viel mit der Stimme. Mein Stimmlob benutze ich ähnlich wie den Klicker. Mit der Zeit wissen meine Ziegen genau, was ein „fein“ bedeutet und brauchen nicht mehr immer Futterlob dafür.

Im zweiten Jahr sind die Jungs zu stattlichen Böcken herangewachsen und wir können können grössere Touren zusammen unternehmen. Unter anderem verbringen wir mehrere Tage im Jura oder gehen unsere Freunde in Adelboden besuchen. Nina, das Grosi, bleibt bei langen Touren lieber entspannt zu Hause.

Wollo und Zoro lernen zu ziehen, einen Packsattel zu tragen und nehmen im Herbst sogar mit zwei Ponys an einem kleinen Pferdemusical teil. Sie meistern alle Herausforderungen mit viel Neugierde und einer gehörigen Portion Witz.